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Shalom und Luther
Wie passt das zusammen, wo doch Martin Luther ein durchaus streitbarer Theologe war?
Mit seiner Berufung auf das eigene, an der Heiligen Schrift geschärften Gewissen war er ein Wegbereiter des modernen Denkens. Frieden um jeden Preis lehnte er ab. Die Wahrheit war ihm ebenso wichtig:
Ein Denker des 20. Jahrhunderts bringt uns auf die Spur:
Martin Luther King
Benannt nach dem berühmten Reformator, war er eine führende Gestalt in der gewaltfreien Veränderung der amerikanischen Gesellschaft zu mehr Frieden. Sein Name steht für das, was beide Gemeinden und die Menschen innerhalb der Gemeinden verbindet. Von ihm ist das berühmte Zitat vom Traum des Zusammenlebens - ob das auch für unsere vielfältigen Gemeindefusionen gilt?
ICH HABE EINEN TRAUM
Ich habe einen Traum, dass eines Tages jedes Tal erhöht und jeder Hügel und Berg erniedrigt werden. Die unebenen Plätze werden flach und die gewundenen Plätze gerade, „und die Herrlichkeit des Herrn soll offenbart werden und alles Fleisch miteinander wird es sehen.“ Dies ist unsere Hoffnung. Dies ist der Glaube, mit dem ich in den Süden zurückgehen werde. Mit diesem Glauben werden wir den Berg der Verzweiflung behauen, einen Stein der Hoffnung. Mit diesem Glauben werden wir gemeinsam arbeiten können, gemeinsam beten können, gemeinsam kämpfen können, gemeinsam in das Gefängnis gehen können, um gemeinsam einen Stand für Freiheit mit dem Wissen zu machen, dass wir eines Tages frei sein werden. Und dies wird der Tag sein. Dies wird der Tag sein, wenn alle Kinder Gottes mit neuer Bedeutung singen können: “Mein Land, es ist über dir, süßes Land der Freiheit, über das ich singe, Land, wo mein Vater starb, Land des Pilgers Stolz, von jedem Berghang, lass die Glocken der Freiheit läuten.“ Wenn Amerika eine großartige Nation sein soll, dann muß dies wahr werden.
Predigt in unmittelbarem Gedenken an Martin Luther King - in Hinterzarten/Schwarzwald am Karfreitag 1968 (Heinrich H. Renkewitz)
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